
2010 ist das elfte Jahr der „neuen DTM“. Und zum elften Mal ist Phoenix Racing als Team am Start. Mit Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller kämpft das Audi Sport Team Phoenix im weltweit beachteten Deutschen Tourenwagen Masters beherzt um Punkte und hat dabei durchaus auch Podiumsplatzierungen im Visier. Mit dem Audi A4 DTM will das Team aus dem Gewerbepark Nürburgring in Meuspath einmal mehr Akzente setzen und in der Wertung der besten Jahreswagen weit vorne landen.
Mit Tourenwagen hat es einst angefangen, und auch heute noch ist der Tourenwagen-Sport die Domäne von Phoenix Racing. Damals, 1999, entschloss sich Ernst Moser zu einem mutigen Schritt und gründete einen eigenen Rennstall: Phoenix Racing. Heute ist Phoenix längst eine etablierte Größe in der populären DTM.
Als Audi Sport Team Phoenix erlebt das hoch motivierte Team aus der Eifel gerade seine dritte Ära in der DTM. Seit dem Abschied von Opel vertritt Phoenix seit 2006 die vier Ringe, 2010 ist nunmehr die fünfte DTM-Saison mit Audi. Pierre Kaffer, Christian Abt, Alexandre Prémat, Oliver Jarvis und nun Mike Rockenfeller saßen und sitzen hinter dem Steuer der DTM-Boliden aus Ingolstadt, die Phoenix mit höchster Akribie und größter Sorgfalt Rennen für Rennen vorbereitet und einsetzt. Mit Oliver Jarvis auf dem neunten Platz schaffte 2009 ein Phoenix-Audi-Pilot der Sprung unter die besten Zehn, 2008 erzielte Phoenix mit Rang fünf die bisher beste Teamplatzierung in dieser Zeit – mehr als achtbare Resultate gegen die reinen Werksmannschaften mit aktuellen Fahrzeugen.
Der A4 beschreibt gleich zwei Kapitel in der elfjährigen Phoenix-Geschichte. Schließlich hat 1999 alles mit dem A4 begonnen, als Ernst Moser unbesehen zwei gebrauchte A4 quattro in Australien kaufte und nach Deutschland fliegen ließ. Mit diesen beiden Autos im markanten Dunkelgrün bestritt Phoenix Racing sein Premierenjahr. In der Super-Tourenwagen-Meisterschaft (STW) wurde Michael Bartels Siebter, Arnd Meier Neunter. Und Bartels sorgte im November 1999 für den ersten großen internationalen Sieg und gewann das Weltfinale in Macau.
Zwischen dem Audi-STW-Jahr und der aktuellen Audi-Ära liegen sechs Jahre mit Opel. Eine Zeit, die Ernst Moser und seinem jungen Team viele Höhen und Tiefen bescherte. So war 2000, die Debütsaison der neuen DTM, gleich das erfolgreichste Jahr. Denn Manuel Reuter wurde mit dem Opel Astra V8 Coupé Vizemeister und das Opel Team Phoenix glänzte auch in der Teamwertung mit Rang zwei. Neben Manuel Reuter und Michael Bartels in der ersten Saison steuerten Yves Olivier, Joachim Winkelhock, Peter Dumbreck, Timo Scheider, Laurent Aiello, Marcel Fässler und Heinz-Harald Frentzen die Phoenix-Opel. Doch auch die namhaften und routinierten Fahrer änderten nichts daran, dass es Opel weder mit dem Astra V8 Coupé noch mit dem Vectra V8 GTS gelang, sich noch einmal ähnlich stark wie 2000 im Kampf um die heiß begehrte DTM-Krone an der Spitze zu etablieren.
Mit vier Siegen nimmt Phoenix Racing in der ewigen Bestenliste (ab 2000) den dritten Platz ein, hinter den Werksmannschaften von AMG/HWA und Abt. Darüber hinaus stehen vier Pole-Positions und drei Schnellste Runden in der Statistik zu Buche.
Auch wenn die Piloten allein im Cockpit am Lenkrad drehen und vehement Gas geben, so steht die DTM für Mannschaftssport. Und genau deshalb ist die DTM ein perfektes Spielfeld für Phoenix, wo Teamwork seit der Gründung die Basis allen Erfolgs ist. In der DTM kommt dem optimalen Zusammenspiel zwischen Fahrer, Fahrzeugingenieur und Dateningenieur bei der spezifischen Abstimmung der sensiblen Rennwagen eine ebenso bedeutende Rolle zu wie der richtigen Rennstrategie, die von Teamführung und Ingenieuren am Kommandostand an der Boxenmauer ausgegeben und nicht selten in Sekundenschnelle neu festgelegt wird. Der Höhepunkt der perfekten Teamwork aber sind die Boxenstopps, wenn sich ein Dutzend flinker Mechaniker auf das Auto stürzen in teils weniger als drei Sekunden alle vier Räder wechseln, dass selbst die Formel-1-Teams staunen. Und genau dieses ausgeprägte Zusammenspiel der Menschen ist eine der besonderen Tugenden, welche die eingespielte Mannschaft aus der Eifel auszeichnet und stark macht – für eine erfolgreiche Saison in der DTM 2010.